Die Jugendbildungsstätte Windberg hat 2025 ein inklusives Projekt durchgeführt, welches Klimabewusstsein und Nachhaltigkeit gewidmet war. Gemeinsam legten Menschen mit Assistenzbedarf und engagierte Ehrenamtliche der Jugendbildungsstätte sowie der Stadt Straubing einen Mitmach-SDG-Pfad an. Die Siedlung Bühel war dabei.
Über den erfolgreichen Abschluss und die feierliche Eröffnung des Pfades auf dem Gelände der Bildungsstätte, der die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen erlebbar macht, berichtete das Straubinger Tagblatt.
Straubinger Tagblatt, 24.11.2025
Im September 2025 feierte der Sportverein Windberg sein 50-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass wurde beschlossen, auf Gastgeschenke zu verzichten zugunsten einer Spende für die Siedlung Bühel.
Ein sehr herzlicher Dank an den SV Windberg!
Straubinger Tagblatt, September 2025
Am 17.10. war wieder Oktoberfest in Bühel.
Wie schon beim Oktoberfest im letzten Jahr zeigten zu Beginn Kinder- und Jugendtanzgruppen vom Trachtenverein St. Englmar verschiedene Volkstänze. Die bunten Trachten und teilweise recht komplizierten Tanzfiguren waren beeindruckend und schön anzuschauen. Interessant war zu erfahren, dass zwischen der Siedlung Bühel und dem Trachtenverein eine besondere Beziehung besteht, da die zu den Kindertrachten gehörenden Filztäschchen in unseren Werkstätten hergestellt werden. Weiter ging es mit Musik. Matthias Komma aus Waltendorf sorgte mit Quetsche und Gesang für zünftige Stimmung. Und zwischen den Liedern ertönte immer wieder „Ein Prosit der Gemütlichkeit“, ganz wie es sich gehört, ebenso wie ein Lebkuchenherz für alle.
Unser Koch Toni Drexler hatte knusprige Wies’nhendl gezaubert, die mit Kartoffelsalat und Brezen allen sehr gut schmeckten. Kaum waren Hunger und Durst bezwungen, gab es kein Halten mehr. Betreute, Mitarbeitende und Gäste stürmten Tanzfläche und Bühne. Jetzt ging es erst richtig los, es wurde getanzt, dass die Fetzen flogen. Spaß und Gaudi erfüllten den Saal bis zum fröhlichen Schluss.
Ein großes Dankeschön allen, die zum Gelingen dieses schönen Festes beigetragen haben!
Für unseren Sozialdienst suchen wir ab sofort eine Sozialpädagogin /einen Sozialpädagogen in Teilzeit (25 Stunden). Wenn Sie sich für unser sozialtherapeutisches Konzept, seine Weiterentwicklung und die gemeinsame Arbeit mit den in der Siedlung Bühel lebenden und arbeitenden Menschen interessieren, freuen wir uns auf Sie!
Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte
Bereits zum zweiten Mal hat die obere Wohngruppe aus dem Haus Ita Wegman eine Ferienfahrt nach Wagrain in Österreich gemacht und wurde von den dortigen Gastgebern herzlich empfangen. Gemeinsam haben wir 9 Tage lang eine wunderschöne Zeit voller Kultur, Bewegung und Kulinarik erlebt, die das Gruppengefühl auf eine besondere Weise gestärkt hat. So haben wir unter anderem einen Wildpark besucht und sind anschließend über die Großglockner Hochalpenstraße gefahren, was für alle sehr beeindruckend war. Aber wir sind nicht nur hoch hinaus gekommen sondern auch tief unter die Erde. In typischer Bergmannskluft durften wir mit einem Grubenwagen in das Salzbergwerk Hallein fahren, sind dort mit Bergmannsrutschen gerutscht, auf einem unterirdischen Salzsee mit einem Boot gefahren und haben ganz viel über das Element Salz gelernt. Die Fahrt auf dem Königssee nach St. Bartholomä war ebenso ein Highlight wie die Fahrt mit der Gondel auf den 1890m hohen Wagrainer Hausberg Grießenkareck. Gemeinsam haben wir eine intensive, aufregende und doch entspannende Woche erleben dürfen und sind uns sicher: das war nicht das letzte Mal.
Nach 4 Jahren Amtszeit des Heim- und Werkstattrates hieß es in Bühel am 06. Oktober 2025 wieder: Wahltag!
Vor der Neuwahl berichteten die Mitglieder des alten Heim- und Werkstattrates von ihren Tätigkeiten und Aufgabenbereichen: Teilnahme an Regionalkonferenzen, Mitbestimmung bei Betriebsschließzeiten, Mitbestimmung und Mitgestaltung der Feste in Bühel und des Betriebsausflugs. Sie schilderten ihren Einsatz für Bewohner:innen der Siedlung Bühel z.B. bei Konfliktschlichtung und beschrieben, wie Wünsche und Anliegen der Betreuten in monatlichen Sitzungen mit Vertreterinnen der Einrichtungsleitung besprochen wurden. Zum Abschuss dankte Frau Klonowski den Beiräten und überreichte ihnen eine Sonnenblume und Schokolade als kleines Dankeschön. Zu guter Letzt wurden Veronika Wittmann und Peter Mühl aus der Mitarbeiterschaft für ihre verantwortungsvolle Arbeit in der Vertrauensstelle mit Dank und Sonnenblume gewürdigt.
Verabschiedung der alten Beiräte und der Vertrauensstelle
Alle Bewohner:innen der Siedlung Bühel konnten anschließend aus 7 Kandidat:innen 4 Beiräte und eine Frauenbeauftrage wählen. Die gemeime Abstimmung fand mithilfe von Glasmurmeln hinter dem Theatervorhang statt. Am meisten Stimmen bekam Simay A. als unsere neue Frauenbeauftragte. Unter den anderen Kandidat:innen gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, aus dem schließlich mit knappem Vorsprung Markus F., Tanja K., Jacky R. und Carolina M. als neue Heim- und Werkstatträte hervorgingen. In Kürze werden sie ihre verantwortungsvolle Aufgabe als Vertretung aller Bewohner:innen aktiv übernehmen.
Die neue Frauenbeauftragte
Der neue Heim- und Werkstattrat mit Frauenbeauftragter
Auch die Vertrauensstelle war neu zu besetzen. Die Mehrheit stimmte für die Mitarbeiterin Bärbel Neumayer aus dem Wohnbereich, die sich gern in diesen wichtigen Aufgabenbereich einarbeiten wird.
Bärbel Neumayer
– die neue Vertrauensstelle
Am letzten Septemberwochenende war die Siedlung Bühel wieder dabei auf dem Straubinger Kunsthandwerkermarkt.
Viel Energie und Arbeit wurde auch dieses Jahr in die Vorbereitung der Marktteilnahme investiert. Als der Transport und die aufwändigen Aufbauarbeiten mit verschiedenen helfenden Händen bewältigt waren, konnten unsere Mitarbeiterin Frau Regina Oser,Textilwerkstatt, und Herr Peter Mühl, Holzwerkstatt, ihren liebevoll und ansprechend gestalteten Verkaufsstand präsentieren.
Die Produkte unserer Werkstätten kamen bei strahlender Sonne in ihrer Buntheit und Vielfalt bestens zur Geltung. Sie fanden großen Anklang und die Nachfrage war so außerordentlich, dass es kaum eine Verschnaufpause gab zwischen Beratungsgesprächen und Verkäufen. Das durchwegs positive Feedback der Marktbesucher:innen war eine Freude!
Am darauffolgenden Montag wurde im Morgenkreis vor Arbeitsbeginn in der Werkstatt von dem sehr erfolgreichen Markt berichtet und dazu einige Fotos gezeigt. Als unsere Betreuten hörten, dass von jeder und jedem Einzelnen von ihnen Werkstücke verkauft worden waren, breitete sich spürbar großer Stolz im Saal aus.
Mit Blick auf den Erntedanksonntag, an dem der Kunsthandwerkermarkt endete, fasste Peter Mühl zum Abschluss zufrieden in einem Bild zusammen: „Wir haben unsere Ernte eingebracht.“
Unser Mitarbeiter Jonathan Garcia hat seine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger erfolgreich abgeschlossen.
Im Februar 2021 kam Jonathan aus Mexiko in die Siedlung Bühel zum Bundesfreiwilligendienst. Danach blieb er bei uns und hat die berufsbegleitende Ausbildung zum Heilerziehungspfleger in der Fachschule für Heilerziehungspflege und -pflegehilfe der Barmherzigen Brüder in Straubing begonnen. Kollegin Susanne Stammel hat ihn als Mentorin bestens unterstützt. Wir sind alle froh und stolz, dass er diesen Weg gut geschafft hat.
Seit dem 01.08.2025 ist er nun als Fachkraft im Wohnbereich tätig. Im Morgenkreis am 01.09.2025 haben wir ihn offiziell geehrt und freuen uns, einen jungen Heilerziehungspfleger in unserer Einrichtung ausgebildet zu haben.
Am 1.7.2025 und am 15.7.2025 hat ein kleines Seminar mit je einer Gruppe von Menschen mit Assistenzbedarf im Haus Monika stattgefunden.
Zum Einstieg haben wir uns mit dem Thema „Nähe und Distanz“ beschäftigt und mit Sozialübungen versucht zu erspüren, wo unsere Grenzen sind und wo Nähe zu anderen akzeptierbar ist.
Gemeinsam haben wir überlegt, was Grenzverletzungen sind. Wir haben ausprobiert, wann die eigene Grenze erreicht ist. Dabei sind wir so lange aufeinander zugegangen, bis jemand Stopp sagte.
Die Übung „Pizza backen“ und Übungen mit Massagebällen haben uns gezeigt, wie und von wem wir Berührung als angenehm oder unangenehm wahrnehmen.
Nach einer kurzen Pause haben wir uns dann unseren Gefühlen gewidmet. Mit Figurentheater und von Bildmaterial unterstützt versuchten wir, die abgebildeten und dargestellten Gefühle zu erkennen.
Dabei gab es viel zu lachen, da wir zur Unterstützung ein paar Wutschweine hatten, die uns auch am Nachmittag dabei geholfen haben, unsere Wut über so manche Ungerechtigkeit im Leben zu äußern bzw. zu verarbeiten. Zudem hat sich jeder Teilnehmer ein kleines Spiegelkästchen gebastelt mit u.a. der Aufschrift: „Hier siehst du das Beste auf der Welt“.
Nach dem Mittagessen stand das Thema Freundschaft und Liebe im Mittelpunkt unserer Arbeit. Als unterstützende Sozialübung haben wir uns gegenseitig blind führen lassen (Freundschaft bedeutet, sich aufeinander verlassen können).
Mit Hilfe von Bildkarten haben wir uns dem Thema Beziehungskette angenähert und besprochen, wann z.B. ein Kuss in Ordnung ist, was vor dem Sex alles wichtig ist, insbesondere dass alles nur dann erlaubt ist, wenn der Partner es auch will. Sonst ist es als Übergriff zu betrachten und verboten. Dadurch wurde auch das Thema sexualisierte Gewalt angesprochen. Dieses Thema war für manche dann so aufregend, dass die Schweinchen und Ähnliches zur Unterstützung dabei sein mussten (siehe Foto).
Zum Abschluss des Tages durften alle Teilnehmer gemeinsam ein Plakat zu den Inhalten des Tages gestalten.
Monika Fischer-Langenbein
Simon, Konstantin, Jari, Clara, Philipp, Tim und Caro aus unserem Haus Christopherus fahren regelmäßig mit Mitarbeiter Uwe zum therapeutischen Reiten nach Neukirchen.
Dort angekommen erwarten sie die beiden Reitlehrerinnen Andrea und Theresia, die allen Bewohnern ein Pferd zuteilen. Als erstes müssen sie die Pferde putzen, danach werden sie gesattelt und von den Pferdeführern in die Reithalle geführt. Dann dürfen alle aufsteigen, es werden der Sattel nachgegurtet und die Steigbügel für jeden Reiter individuell eingestellt.
Als Ausrüstung ist wichtig ein gut sitzender Sicherheitsreithelm sowie festes Schuhwerk mit einem kleinen Absatz, damit keiner durch den Steigbügel durchrutscht. Eine Reithose ist von Vorteil, da diese keine Naht im Innenschenkel hat und somit nicht aufreibt oder drückt.
Dann kommen die Führer und beginnen die Pferde vorwärts zu bewegen. Die Reiter müssen verschiedene Gleichgewichtsübungen, Streckübungen sowie die Beinarbeit ( Pferd vorwärts treiben) am Pferd machen.
Nach Ende der Stunde werden die Pferde versorgt. Das bedeutet nochmals putzen oder abduschen, Mithilfe beim Aufräumen von Sattel und Trensenzaum, sowie Zusammenkehren des Putzplatzes.
Alle haben immer viel Spaß und gehen zufrieden wieder heim. So mancher hat ein Lächeln auf dem Gesicht, weil das Reiten und das Lebewesen Pferd viel Positives mitgibt.