Der Theatermensch Wolfgang Folger, dem sich die Siedlung Bühel seit Jahrzehnten eng verbunden fühlt, hat die Windberger Festspiele heuer zum letzten Mal inszeniert.
Auch eine Bewohnerin und ein Bewohner aus unserer Einrichtung haben in dieser großartigen Inszenierung des „Jedermann“ mit seiner zeitübergreifenden Thematik mitgewirkt. Über Wochen machten sich Renate B. und Klaus-Peter O. nach ihrem Arbeitstag in der Werkstatt unermüdlich auf den Weg nach Windberg zur Probe. Die vielen schweißtreibenden Abende in der sommerlichen Hitze und mit den warmen und schweren Kostümen konnten ihre Begeisterung und ihre Freude, dabeisein zu können, nicht trüben.
Wieder ein Stück gelungener Inklusion.
Straubinger Tagblatt, 27. Juni 2026
Mein Name ist Sybille Michael.
Seit dem 01.06.2026 habe ich die Leitung der Werkstätten in der Siedlung Bühel übernommen.
Zuvor konnte ich bereits Erfahrung als Gruppenleiterin in einer anderen Werkstätte für Menschen mit Behinderung sammeln. Meine Kenntnisse als gelernte Schreinerin und technische Fachwirtin werde ich einbringen, um zu gestalten, zu entwickeln und mit Ihnen allen viel Gutes zu bewirken.
Ich komme aus der Nähe von Mitterfels, bin verheiratet und habe eine erwachsene Tochter.
Meiner neuen Aufgabe blicke ich mit großer Vorfreude und Motivation entgegen.
Mein Name ist Christina Coman. Ich habe in Landshut Soziale Arbeit studiert und war im Anschluss mehrere Jahre im Bezirksklinikum Mainkofen beim Sozialdienst tätig. Dort habe ich unter anderem auch mit geistig behinderten Patienten gearbeitet. Außerdem konnte ich beruflich mehrere Jahre Erfahrungen im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie sammeln. Privat lebe ich mit meinem Mann und unseren drei Kindern in Schwarzach.
Die Siedlung Bühel ist mir dadurch schon länger bekannt und ich freue mich, seit Mai 2026 hier tätig sein zu dürfen.
Bayerns Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales Frau Ulrike Scharf besuchte am 13. Mai die Siedlung Bühel, um einen symbolischen Scheck über die Zusage eines Förderzuschusses von bis zu 3.057.700.- Euro für unseren Neubau Haus Raffael zu überreichen.
Foto: Rebecca Schießl
Zum Auftakt des Vormittags ergaben sich im Saal von Haus Martin schnell angeregte Gespräche zwischen allen Gästen und Repräsentant:innen der Einrichtung. Frau Scharf gesellte sich sofort zu den beiden Vertreter:innen aus der Bewohnerschaft, die sich sehr über das Interesse freuten, der Ministerin gerne aus ihrem Alltag erzählten und Produkte der Werkstätten zeigten.
Fotos: Rebecca Schießl
Florian Klotz vom Vorstand der Siedlung Bühel e.V. begrüßte danach die Anwesenden, allen voran Frau Staatsministerin Scharf. Ebenso willkommen geheißen wurden Herr Landtagsabgeordneter Josef Zellmeier, Herr Landrat Tobias Beck, die Bezirksräte Herr Franz Schreyer und Herr Ludwig Waas sowie Schwarzachs Bürgermeister Herr Georg Edbauer. Desweiteren begrüßt wurden Frau Tettenborn und Herr Auer vom Architekturbüro passform. Schließlich stellte Herr Klotz die Kolleg:innen aus Vorstand und Leitungskreis vor und als Vertreterin und Verteter der Bewohnerschaft unsere Frauenbeauftragte Frau Simay Alman und Herrn Markus Föcker vom Wohn- und Werkstattbeirat.
Florian Klotz gab einen Überblick über die Entwicklung und das Leben in der Siedlung Bühel und erläuterte das Neubauprojekt. Er sprach einen großen Dank aus für die zugesagten finanziellen Mittel, ohne die das Haus Raffael als Heimat für 18 Bewohner:innen mit höherem Hilfebedarf nicht entstehen könnte.
Vorstand F. Klotz – Foto: Rebecca Schießl
Nach diesem einführenden Vortrag trat Frau Ministerin Scharf ans Rednerpult. Sie fand sehr zugewandte und lobende Worte über den Geist der Siedlung Bühel und das, was hier gelebt und geleistet wird. Bei der Übergabe des Förderschecks betonte sie: „Das ist gelebte Inklusion. Wir brauchen ein selbstverständliches Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung. Zusammen zu wohnen, zu arbeiten und gemeinsam die Freizeit zu verbringen – das darf keine Ausnahme sein. Aus voller Überzeugung investieren wir in den Bau dieser Einrichtungen. Mehr Miteinander und mehr sozialer Zusammenhalt sind wichtig …“
Staatsministerin U. Scharf – Foto: Rebecca Schießl
Zuletzt folgten sehr wohlwollende Grußworte von Herrn Josef Zellmeier MdL, Herrn Landrat Tobias Beck und Herrn Bürgermeister Georg Edbauer.
Landrat T. Beck Foto: StMAS
Landtagsabgeordneter J. Zellmeier Foto: Rebecca Schießl
Bürgermeister G. Edbauer Foto: StMAS
Mit der Überreichung eines kleinen Dankeschöns aus der Werkstatt an Frau Staatsministerin Scharf klang der Besuch in einem fröhlichen Miteinander bei Sonnenschein im Garten aus.
Foto: StMAS
Foto: Rebecca Schießl
Foto: StMAS
Das Straubinger Tagblatt berichtet über den Besuch der Bayerischen Staatsministerin Ulrike Scharf in der Siedlung Bühel zur Übergabe eines Förderschecks für den Neubau von Haus Raffael mit 18 Wohnplätzen.
Straubinger Tagblatt, Donnerstag 21. Mai 2026
Zusammen mit der Musiktherapeutin haben einige Bewohner, Bewohnerinnen und Mitarbeitende Mailieder und Tänze geprobt. Mit Instrumenten haben wir Gesang und Tanz unterstützt. So hatten alle viel Freude, der tanzende Kreis wurde bei jeder Probe größer!
Am 1.Mai konnten wir dann auf der Wiese unterm Maibaum ein kleines buntes Programm gestalten. Als Ausklang haben viele zur Musik unseres kleinen Orchesters zu internationaler Tanzmusik getanzt. So konnten wir zum weltumspannenden Gedanken des 1. Mai beitragen, der Völkerverständigung, Solidarität und Menschenrechte unterstützen möchte!
Regina Oser
Am Montag, den 02.02.2026 wurde Frau Veronika Wittmann im Morgenkreis offiziell in das Amt der neuen Wohnbereichsleitung eingeführt. – Ein vertrautes Gesicht, denn Veronika Wittmann arbeitet bereits seit 2017 in der Siedlung Bühel. Im Soziadienst hat sie sich sehr viel Anerkennung erworben und erfreut sich großer Beliebtheit. Über die Jahre wurde sie eine wichtige Bezugsperson für alle Betreuten, von denen sie auch in die Vertrauensstelle gewünscht und gewählt wurde.
Thema dieses Morgenkreises waren Bräuche und Volksglauben zu Mariä Lichtmess (02.02.) In früheren Zeiten wurde zu Lichtmess der häusliche Kerzenbedarf geweiht. Bis 1912 war Lichtmess ein offizieller Feiertag, der oft mit Lichterprozessionen gefeiert wurde. Für Dienstboten war Lichtmess als sogenannter „Schlenkeltag“ ein wichtiger Tag: Sie erhielten Ihren Jahreslohn und konnten sich bei ihrem Arbeitgeber per Handschlag für ein weiteres Jahr verpflichten oder den Dienstherrn wechseln. Die Zeit bis 5. Februar war dann freie Zeit für die Dienstboten, die „Schlenkweil“ genannt. Nach Lichtmess begann für die Bauern die Arbeit wieder, die Winterpause war beendet.
In diesem Sinne konnten wir Veronika in ihrer neuen Stelle als Wohnbereichsleiterin begrüßen. Mit kleinen symbolischen Geschenken wünschten ihr alle Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und vor allen Dingen der Vorstand gutes Gelingen und viel Freude mit der neuen Aufgabe.
eine bunte Tasse für einen guten Kaffee am Montagmorgen
ein Schlüsselanhänger mit Kleeblatt – viel Glück für die neue Aufgabe
Schokoladen – als Nervennahrung
viele Geduldsfäden gesammelt in einem Glas
Gabriele Klonowski hat nicht nur unseren Wohnbereich über lange Jahre mit sehr großem Engagament geleitet, sondern sich für die Belange unserer Bewohnerinnen und Bewohner auch weit darüber hinaus eingesetzt und die Einrichtung in der Region sichtbar gemacht. Gabi Klonowski war regional und überregional vernetzt und wirksam. So konnte ein Pressebericht zu ihrem Abschied nicht fehlen.
Straubinger Tagblatt, 20. Januar 2026
Nach über 15 Jahren engagierter Arbeit verabschiedete sich die Wohnbereichsleitung der Sozialtherapeutischen Siedlung Bühel, Frau Gabriele Klonowski, in den wohlverdienten Ruhestand.
Die offizielle Verabschiedung vom Verein der Siedlung Bühel sowie des Eltern- und Freundeskreis der Siedlung Bühel e.V. und von Freunden und Kooperationspartnern aus der Gemeinde Schwarzach fand bereits im Oktober 2025 statt. Im Anschluss an die jährliche Mitgliederversammlung wurde mit einem Empfang, umrahmt von Musik und einer Tanzvorführung, Frau Klonowski geehrt und ihrer Verdienste gedacht. Ob in der Abschiedsrede des Vorstands des Trägervereins oder des Eltern- und Freundeskreises, in der des Bürgermeisters, in den Reden der KiS-Vorstände oder der Leitungskreiskolleginnen, überall zeigte sich große Dankbarkeit und schwang Wehmut mit. In den warmen und fröhlichen Worten, mit denen sich Gabi Klonowski selbst verabschiedete, klang einmal mehr ihr durch die Zeiten tragendes Motto an: ERWARTE GUTES! Mit dieser Haltung hatte sie immer wieder ihre Kolleg:innen, ja alle Menschen um sich herum inspiriert, allen Herausforderungen ins Auge geblickt und Gutes und Neues auf den Weg gebracht.
Mit dem Vorstand Siedlung Bühel e.V.
Vorstand des Eltern- und Freundeskreises e.V.
Mit Bürgermeister Georg Edbauer
Mit Sascha Edenhofer und Christian Meier von KiS-Kultur in Schwarzach
Mit den Leitungskreiskolleginnen Manuela Bauer und Veronika Wittmann
In all den Jahren prägte Gabi Klonowski den Wohnbereich mit großem Wissen, Empathie und einem offenen Ohr für die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner ebenso wie für die Anliegen der Mitarbeitenden.
In einer zweiten, liebevoll gestalteten Feier hatten im Januar 2026 die Bewohner:innen die Möglichkeit, sich persönlich zu verabschieden. Mit kleinen Beiträgen, Geschenken und vielen herzlichen Worten brachten sie ihre Dankbarkeit zum Ausdruck und übermittelten ihre Wünsche für die Zukunft. Ein festliches Mittagessen mit anschließendem Kaffee im geschmückten Saal stiftete Freude und bot Trost im Abschiedsschmerz.
Einen dritten und letzten Abschied gab es schließlich im Rahmen des traditionellen Jahresessens für alle Mitarbeitenden, kurz bevor Gabriele Klonowski die Siedlung Bühel zum Februar 2026 verlässt. Auch dort wurde des langen und intensiven gemeinsamen Wirkens und Erlebens gedacht. Und ein allerletztes Mal sang Mike sein „Für Gabi tu ich alles“.
Wir bedanken uns herzlich für den langjährigen Einsatz, die Verlässlichkeit und das große Engagement und wünschen für den neuen Lebensabschnitt Gesundheit, Zufriedenheit und viele schöne Momente!
Unser vorweihnachtliches Christgeburtsspiel hat nicht nur Mitwirkende und Zuschauer in ganz besonderer Weise berührt, sondern weit darüber hinaus seine Wirkung entfaltet. Diese fand noch einen Nachklang in dem wunderbaren Bericht des Straubinger Tagblatts vom 22.12.2025.